Am vergangenen Samstag, dem 19.06.2010 haben sich Kronprinzessin Victoria von Schweden und ein Bürgerlicher das Wort gegeben. Ist das nicht romantisch? Tausende Schaulustige haben die Trauung im Fernseher mitverfolgt. Die feiernden Monarchen haben sich dieses Fest etwas kosten lassen. Über eine Million Euro der Kosten für die Hochzeit muss der Steuerzahler übernehmen. Wurden Monarchien nicht selten genug mit Gewalt gebildet? Menschen wurden von anderen Menschen zu Untertanen, Ländereien zu eigen gemacht. In Deutschland ist die Monarchie bereits vor langer Zeit abgeschafft worden. Wir leben in einer Demokratie mit einer einigermaßen guten Chancengleichheit. Wir sind unabhängig und wählen unser Parlament selbst. Nun bleibt uns nur die Frage nach einer plausiblen Antwort auf die Begründung zur Bewahrung einer Monarchie.
Mittlerweile gibt es in jeder Kantine oder Mensa die sogenannten Essensschaukästen. Hungrige Mitarbeiter oder Studenten haben hier die Möglichkeit, sich ihre potentiellen Magenfüller ganz genau anzuschauen. Aber warum gibt es diese Kantinenschaukästen? Man sagt ja bekanntlich, “die Augen essen mit”, oder “der Magen ist leichter zu füllen als die Augen”. Aber kann ich mir tatsächlich nicht eine Portion Spagetti Bolognese oder eine Currywurst mit Pommes bildlich vorstellen? Zusätzlich hängen Speisepläne aus oder können über das Intranet abgerufen werden. O.k., aber vielleicht sehen die gefüllten Cannelloni heute anders aus, als das letzte Mal. Haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken darum gemacht, was mit den drei bis vier Portionen Essen täglich gemacht wird, die Sie sich dort zur Appetitanregung anschauen? 9,2 Millionen Kinder sterben jedes Jahr auf unserer Erde, davon geht ungefähr ein Drittel der Kindersterblichkeit auf Unterernährung zurück. Es finden immer mehr öffentliche Diskussionen über die steigende Armut von Kindern in Deutschland statt. Finden Sie es dann nicht peinlich, sich jeden Mittag gierig vor diesen Schaukästen zu drängeln? Meiner Meinung nach sind diese Kantinenschaukästen völlig überflüssig. Was glauben Sie, wie viele Kinder könnten von nur einem einzigen dieser Essen vor dem Verhungern gerettet werden? Essen bedeutet Ernährung. Wir sollen damit unseren Hunger stillen. Das sollten wir nicht vergessen.
Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man erst in der Wüste.
(Jüdisches Sprichwort)Jeder 7. Mensch hungert, obwohl es statistisch überall genug Nahrung gibt, hier Grafik anschauen: Mensch_hungert
Haben Sie sich mal unsere Fensehmoderatoren genauer angeschaut?
Ich meine jetzt nicht deren Kleidung, Frisuren oder Makeup. Es geht mir auch nicht darum zu hinterfragen, wer von denen bereits wieviel Schönheitsoperationen hinter sich hat. Ich schlage Ihnen vor, diese Moderatoren jetzt einmal genauer anzuschauen. Dabei ist es unerheblich, welchen Fernsehsender Sie dabei präferieren. Und, fällt Ihnen etwas auf?
Genau! Es ist manchmal schon fast unheimlich, wie identisch diese Fensehmoderatoren doch wirken. Die gleichen Kopfbewegungen und Gesten, die gleichen Sprechpausen, einfach alles gleich. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob dieser Moderator männlichen oder weiblichen Geschlechts ist.
Manchmal kann ich mich gar nicht auf den Inhalt der Berichte konzentrieren, zu sehr bin ich von dieser absoluten Einförmigkeit genervt. In ein paar Jahren wird unsere sich immer weiter entwickelnde Technik diese Menschen durch Roboter ersetzt können. Ich glaube, ein länger währender Umgewöhnungsprozess für die Zuschauer wird es nicht geben.
Wären diese Roboter heute schon für diesen Zweck einsetzbar, könnten wir und die Fernsehsender doch viel Geld sparen, oder?
… ist für mich das Wort “Übertritt”. Ich habe bisher in drei verschiedenen Bundesländern gewohnt. Aber nirgendwo ist mir dieses Wort so negativ im Bezug auf Schulwechsel von Grundschülern aufgefallen wie in Bayern.
Bereits in der dritten Klasse beginnt das Märtyrium für die Kinder. Nicht nur die Lehrer üben Druck auf die Kinder aus. Fanatische Eltern, entweder selbst mit Akademikerabschluss oder selbst gescheitert und versuchen nun, bei ihren Kindern alles besser zu machen. Mit “Übertritt” wird natürlich der Gang zum Gymnasium gemeint, versteht sich. Eltern üben Druck auf die Lehrer aus, versuchen es mit großzügigen Geldspenden für die Schule. Sie geben anderen Eltern “hilfreiche” Ratschläge. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie Ihr Kind einfach für kurze Zeit in einem anderen Bundesland mit anderen Richtlinien wie etwa Rheinland-Pfalz zur Schule schicken. Dazu müssen Sie sich natürlich für kurze Zeit von Ihrem Lebenspartner trennen. Aber was tut man nicht alles für eine gute Schulbildung des eigenen Kindes? Nach ein paar Wochen ziehen Sie wieder zurück und ihr Kind wird auch in Bayern auf das Gymnasium gehen können.
Damit viele dieser Kinder trotz G8 dennoch im Gymnasium weiterkommen, werden die Lehrer instruiert die Noten möglichst wohlwollend anzusetzen. Ein paar gute mündliche Noten haben da schon Wunder bewirkt.
Kinder in Bayern bekommen bereits für den erfolgreichen Übertritt in der Grundschule Nachhilfe. Entscheidend ist dann das “Übertrittszeugnis”, welches nach dem ersten Halbjahr der 4. Klasse erstellt wird. Die Kinder sind nach dieser überstandenen Zeit wie ausgewechselt. Sie sind froh, dass die harte Zeit des Dauerlernens erst einmal überstanden ist. Gleichgültigkeit stellt sich bei den Eltern und Kindern ein, das Interesse am Unterricht schwindet urplötzlich. Der Übertritt ist geschafft (oder auch nicht). Für alle Beteiligten ist die Grundschulzeit nun mental gesehen beendet.
Ein Schulsystem, bei welchem einzig und allein die Noten für den Schulwechsel entscheidend sind, halte ich für absolut überholt. Bayern brüstet sich immer wieder damit, dass seine Schüler im Bundesvergleich mit am besten abschneiden. Die Opfer sind jedoch die Kinder.